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Hugo und Clara - Sneak Peak


Halli Hallo, meine lieben Leserinnen und Leser meines 10-kleine-Dinge-Universums!

Ich hab irgendwann in meinen Momentaufnahmen angekündigt, dass ich das erste Kapitel von der FF über Hugo und Clara hier posten werde, also, hier ist es.
Allerdings muss ich euch warnen, denn das Kapitel ist noch nicht überarbeitet und es finden sich bestimmt noch ein paar Rechtschreibfehler. Außerdem fehlt mir noch der Name für die FF. Falls ihr irgendwelche Vorschläge habt, dann immer her damit, ich freu mich drüber. Die FF ist allerdings noch nicht fertig, deshalb kann es noch etwas dauern, bis sie gepostet wird (ich hoffe nicht mehr allzu lange).

Ich wünsche euch viel Spaß und wenn ihr mir einen Kommentar hier hinterlassen wollt (egal, ob ihr hier angemeldet seid oder nicht), dann freue ich mich sehr darüber.




 

"Was zum Teufel ...?" Hugo schreckte auf und blickte sich desorientiert um. Es war Nachmittag und die Sonne blendete ihn. Er fuhr sich seufzend durch die Haare, schlug die Decke zurück und stand auf.

Es war eine schreckliche Woche für ihn gewesen. Letzte Woche war sein Großvater an Leukämie gestorben und gestern war die Beerdigung gewesen. Seine Mutter war am Boden zerstört gewesen, obwohl es schon seit langer Zeit absehbar war, dass er sterben würde. Auch Rose war sehr traurig gewesen, besonders, weil es ihr verboten war, ihm mit Magie zu helfen, obwohl sie das ohne weiteres gekonnt hätte. Hugo selbst war auch traurig, aber er hatte sich schon vor zwei Jahren damit abgefunden, als klar wurde, dass es keine Rettung mehr für seinen Großvater gab. Außerdem hatten Rose und er sehr viel weniger mit den Eltern seiner Mutter zu tun. Meistens waren sie im Fuchsbau bei den Eltern ihres Vaters gewesen, wo es viel lustiger und bunter und chaotischer war, weil häufig irgendwelche Cousinen und Cousins von ihnen dort waren. Es lebten kaum Kinder in der Gegend der Grangers und es war immer ziemlich langweilig gewesen, besonders, weil sie nur zuckerfreie Süßigkeiten gehabt hatten.

Der Leichenschmaus hatte sehr lange gedauert und Hugo war spät ins Bett gekommen. Er hatte heute frei und musste erst morgen wieder arbeiten und hatte sich eigentlich darauf gefreut, den ganzen Tag durchzuschlafen, aber das Klopfen an der Tür, das mit jeder Minute lauter wurde, hatte ihn aus dem Schlaf gerissen.

"Ich komm ja schon, verdammt noch mal!", murmelte er und stolperte über ein Paar Schuhe im Flur, die er nicht gesehen hatte. Seine Wohnung war ziemlich chaotisch, aber das störte ihn nicht. Seine Mutter vielleicht, wenn sie ihn besuchen kam, aber auch das störte ihn nicht.

"Was ist denn?", fragte er unwirsch, nachdem er die Tür geöffnet hatte. Er stand einer jungen Frau gegenüber. Sie hatte mittellange blonde Haare und ein offenes freundliches Gesicht. Hugo war sich sicher, dass sie ein bezauberndes Lächeln hatte, obwohl sie sich im Moment auf die Lippe biss und ihn sehr angespannt anschaute. Sie kam ihm bekannt vor, aber er konnte sie nicht einordnen.

"Hallo, Hugo", sagte sie und er begann sich dunkel zu erinnern. Vor zwei Monaten ... er war im Drachenauge gewesen ... er hatte getrunken ... und noch mehr getrunken ... und noch mehr ... und dann war sie da gewesen ...

"Hi", sagte er perplex. "Was machst du denn hier?" Er versuchte verzweifelt, sich an ihren Namen zu erinnern, aber er fiel ihm nicht ein.

"Kann ich reinkommen?", fragte sie. "Ich muss mit dir reden."

Er nickte und trat zur Seite, während er sich fragte, was sie bei ihm wollte. Sie hatten sich seit sechs Wochen nicht gesehen. Sie waren total betrunken gewesen und er konnte sich an absolut gar nichts von dem erinnern, was nach der Kneipe passiert war.

Hastig trat er seine Turnschuhe aus dem Weg, bevor sie darüber stolpern konnte. Er ging voraus in die Küche und griff sich schnell die schmutzigen Teller, die auf dem Küchentisch standen, und stellte sie in die Spüle. So viel hatte er seit Monaten nicht mehr aufgeräumt. Er bot ihr einen Stuhl an und sie setzte sich. Er ließ sich auf einen anderen fallen.

"Worüber wolltest du sprechen?" Er starrte sie an und hoffte immer noch, dass ihm ihr Name einfallen würde. So schwer konnte das doch gar nicht sein.

Sie schluckte und atmete tief durch. "Du erinnerst dich doch noch an die Nacht vor acht Wochen?", fragte sie schließlich und legte ihre Hände auf den Tisch. Sie waren ineinander verkrampft.

Er nickte. Er erinnerte sich zwar nur sehr dunkel, aber er erinnerte sich. An dem Abend hatte er erfahren, dass seine letzte Freundin, Collette, heiraten wollte. Er hatte sie selbst heiraten wollen, bevor er herausgefunden hatte, dass sie ihn mit Bernard McLaggen betrogen hatte. Und nun wollte sie diesen Idioten auch noch heiraten. Er selbst war nicht gut genug für sie gewesen, obwohl er davon überzeugt gewesen war, dass sie die Liebe seines Lebens war und er sich bemüht hatte, ihr die Welt zu Füßen zu legen. Und dann hatte er von diesem Arschloch persönlich erfahren, dass Collette ihn heiraten wollte. Ausgerechnet ihn. Hugo war wütend und enttäuscht und frustriert gewesen und in die nächste Kneipe gegangen, die er finden konnte. Er hatte einen Feuerwhisky nach dem anderen runtergekippt und einfach nur alles vergessen wollen. Und dann war sie plötzlich da gewesen und hatte ihn aufgemuntert und angelächelt und er hatte gelacht und sich besser gefühlt und sie zu ein paar Drinks eingeladen und dann hatte eins zum anderen geführt, sie waren in seine Wohnung gegangen und dann wurde alles dunkel ... aber wenigstens war ihm ihr Name wieder eingefallen: Clara.

"Ja, schon.", sagte er schließlich. Ihm war immer noch unbegreiflich, was sie hier wollte. Hatte sie etwas vergessen? Aber warum kam sie dann erst jetzt?

Sie seufzte und schaute ihn schweigend an. Es dauerte mindestens eine Minute, bis sie anfing zu sprechen. "Ich weiß nicht, wie ich es dir sagen soll, Hugo. Ich hab nie gedacht, dass ich mal in so einer Situation sein werde ..." Sie brach ab und schaute auf ihre Hände, die mit seiner Tischdecke spielten.

Hugo wurde langsam Angst und Bange. Was wollte sie ihm denn sagen? Hatte sie irgendeine Krankheit und ihn damit angesteckt? Oh Merlin, was, wenn er sterben musste? Er war zu jung zum Sterben. Er war erst zweiunddreißig, er hatte sein ganzes Leben doch noch vor sich und -

"Ich bin schwanger."

Wie sollte er seinen Eltern beibringen, dass er sterben würde? Seine Mum war sowieso schon am Boden zerstört wegen seinem Großvater und Rose auch und was war mit Lily, seiner besten Freundin? Sie würde sein Tod sehr schwer treffen und ... Was hatte Clara gerade gesagt?

"Ich bin schwanger", wiederholte sie und schaute ihn erwartungsvoll an.

"Schwanger?", brachte Hugo mühsam heraus. Da wäre eine unheilbare Krankheit besser gewesen.

"Von dir", fügte sie hinzu. Als ob das nicht klar gewesen wäre! Warum sollte sie sonst bei ihm auftauchen? "Wenn du mir nicht glaubst, dann können wir den Vaterschaftsspruch im Mungos machen lassen.", sagte sie schnell. "Aber ich bin mir sicher. Ich hatte seit Monaten keinen Sex und war auch nach dir mit niemandem im Bett." Sie schaute ihn nervös an.

"Ich auch nicht", murmelte er frustriert. Und auf das eine Mal hätte er auch verzichten können.

Er versuchte sich darüber klar zu werden, was sie ihm gerade gesagt hatte. Sie war schwanger von ihm. Sie bekam ein Kind. Einen kleinen Menschen, der Aufmerksamkeit und Liebe brauchte und um den man sich kümmern musste. Um den er sich kümmern musste. Er wurde Vater. Vater! Er wurde das, was sein Dad war, was Scorpius war, was Henry war. Er musste die Verantwortung für einen anderen Menschen übernehmen, obwohl er manchmal sogar noch Probleme damit hatte, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen. Wo war er da nur wieder hineingeraten?

"Was ... was willst du jetzt machen?", fragte er schließlich. "Ich meine, was hast du vor? Willst du es behalten?" Vielleicht wollte sie es ja zur Adoption freigeben. Das wäre einfacher. Oder abtreiben. Das wäre am einfachsten. Aber wenn sie abtreiben wollte, dann wäre sie doch nicht extra zu ihm gekommen, um es ihm zu sagen, oder? Und bei einer Adoption doch wahrscheinlich auch nicht. Dazu brauchte man den Vater schließlich nicht unbedingt. Oder doch? Er hatte keine Ahnung und sich nie damit beschäftigt. Warum auch? Er hatte nie Kinder haben wollen. Schöne Scheiße, die er sich da eingebrockt hatte.

Sie nickte. "Ja, ich ... ich hab lange überlegt, aber ... ich ... ich kann es nicht abtreiben. Es hat ein Herz, das schlägt und es lebt. Ich kann es nicht töten. Mein Großvater ist im Krieg von Todessern ermordet worden und ich ... ich will nicht dafür verantwortlich sein, dass ein Mensch nicht die Chance dazu hat, zu leben."

Hugo nickte. Das ergab Sinn. Sein Onkel war auch ermordet worden, genau wie Teds Eltern. Nein, dafür wollte er nicht verantwortlich sein. "Und was erwartest du von mir? Soll ich dich heiraten?" Das erwarteten sie doch alle in der Zaubererwelt. Seine Eltern würden es erwarten. Ihre wahrscheinlich auch. Von Grandma Molly ganz zu schweigen! Na wunderbar. Vor zehn Minuten war er noch ein Junggeselle mit verdreckter Wohnung gewesen, jetzt war er ein werdender Vater und höchstwahrscheinlich verlobt. Es wäre besser gewesen, wenn er gar nicht erst aufgestanden wäre. Oder nach Australien ausgewandert, so, wie er es mit fünf vorgehabt hatte.

Sie lachte und schüttelte den Kopf. "Beim Merlin, nein!", sagte sie erschrocken. "Wir kennen uns doch gar nicht. Du weißt wahrscheinlich nicht mal mehr meinen Namen, so wie du aussiehst. Ich kann niemanden heiraten, den ich nicht liebe. Aber ich dachte ... ich dachte, dass du wissen solltest, dass du Vater wirst und dass in sieben Monaten ein Mensch auf der Welt sein wird, der deine Augen oder Haare oder deinen Charakter hat. Ich erwarte gar nichts. Wenn du für das Kind da sein willst, dann werde ich dich nicht daran hindern. Du kannst dich so sehr einbringen, wie du willst, aber du sollst dich nicht verpflichtet fühlen. Ich wollte nur, dass du es weißt."

Er nickte langsam. Das klang zumindest nicht allzu schlecht. "Okay", sagte er.

Sie fuhr sich durch ihre blonden Haare. "Ich mach sowas eigentlich nie. Ich hatte kaum jemals einen One Night Stand und wenn doch, dann hab ich immer verhütet. Ich weiß nicht, warum das diesmal anders war." Sie schaute ihn fragend an, aber er zuckte nur mit den Schultern.

"Ich hab keine Ahnung. Ich kann mich an gar nichts mehr erinnern, nachdem wir aus der Kneipe gegangen sind.", gestand er schließlich. "Ich bin ehrlich gesagt überrascht, dass es überhaupt noch zum Sex gekommen ist."

Sie lachte verlegen. "Oh, an das kann ich mich noch erinnern." Sie wurde rot und Hugo musste grinsen. Sie war schwanger von ihm und wurde rot bei dem Gedanken, dass sie miteinander geschlafen hatten. Verrückte Welt.

"Es tut mir Leid. Ich war nie der Typ für One Night Stands und wenn ich mit jemandem zusammen war, dann hat sie immer einen Trank genommen, deshalb ..."

Sie winkte ab. "Dafür ist es jetzt sowieso zu spät. Ich bin schwanger und daran ist nichts mehr zu ändern."

Er nickte. Ja, so war es wohl. Und er musste sich damit abfinden.

Sie stand auf. "Okay, ich hab dir alles gesagt, was ich sagen wollte, ich werd dann mal wieder ..." Sie gestikulierte in Richtung Tür.

Hugo nickte und stand ebenfalls auf.

Sie steckte die Hand in ihre Handtasche und zog ein Stück Pergament hervor. "Meine Adresse und meine Handynummer", sagte sie ihm. "Falls du mit mir in Kontakt bleiben willst ... Du weißt doch, was ein Handy ist?"

"Ja, meine Großeltern sind Muggel", erwiderte er. Er verzog kurz das Gesicht. Jetzt war nur noch seine Großmutter eine Muggel. Sein Großvater war tot.

"Ja, natürlich", murmelte sie. "Das stand ja in der Zeitung ... und auf den Schokofroschkarten ..." Auf der Schokofroschsammelkarte seiner Mutter stand, dass sie muggelstämmig war und ihre Eltern Zahnärzte. Natürlich wusste die ganze Zauberwelt davon.

"Okay, ich melde mich dann" Er wusste nicht, wann das sein würde, aber er würde sich melden.

"Ich hab dir auf das Pergament auch den Termin für meinen erste Ultraschalluntersuchung geschrieben, falls du dabei sein möchtest ...", sagte sie zögerlich und schaute auf den Boden.

"Ich überleg's mir", erwiderte Hugo. Sie nickte und ging zur Tür. Sie verabschiedete sich und einen Moment später fiel sie hinter ihr ins Schloss. Hugo ging wieder in sein Schlafzimmer und ließ sich auf sein Bett fallen. Er fragte sich ernsthaft, ob es sich das nicht alles nur eingebildet hatte. Aber das Pergament in seiner Hand sagte etwas anderes.

Mit einer unheilbaren Krankheit wäre er wirklich besser dran gewesen.





Polyvore


Tags: 10 kleine dinge, fanfiction, hp-ffs
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